RFID ist eine kontaktlose Technik der Kommunikation mittels Radiowellen, mit der man Informationen zur Identifikation von Lebewesen und Gegenständen übertragen kann und somit das Erfassen von Daten erheblich erleichtert.

Die ersten RFID-Anwendungen (Sekundärradar) wurden Ende des Zweiten Weltkrieges eingesetzt, um zwischen feindlichen und eigenen Panzern und Flugzeugen unterscheiden zu können.  Noch heute werden in den Armeen Nachfolgesysteme eingesetzt.

Ende der 1960er wurde das „Siemens Car Identification“-System Transponder waren hier Hohlraumresonatoren) eingesetzt, um zuerst Eisenbahnwagen und anschließend Autoteile in der Lackiererei eindeutig zu kennzeichnen.

In den 1970ern wurden die ersten elektronischen Warensicherheitssysteme auf den Markt gebracht. Dadurchkonnte durch eine Markierung – oder dessen Fehlen – ein Alarm ausgelöst und dadurch ein Diebstahl aufgedeckt werden.

Ab Ende der 1970er geht es Schlag auf Schlag: Tierkennzeichnung, Mautsysteme, elektronische Schlösser, Zutrittskontrollen, Skipässe, bargeldloses Zahlen, elektonische Wegfahrsperren,…

Von 1999 bis 2003 wurde ein weltweiter Standard zur Produkterkennung – der „Electronic Product Code“ (EPC) – entwickelt. Dieser Code ermöglicht eine einheitliche Kennung von Produkten auf der ganzen Welt.

Ein RFID-System besteht aus 2 Teilen: Einem Transponder, der einen einmaligen Code enthält und sich direkt am oder im Lebewensen/Gegenstand befindet und einem Lesegerät, dass zum Auslesen dieses Codes dient. Der Transponder besteht aus einem mindestens einmal beschreibbaren und oft lesbaren Specher, einer Antenne, einem analogen Schaltkreis zum Empfangen und Senden sowie einem digitalen Schaltkreis mit einem permanenten Speicher.

Die Vorteile dieses Systems sind:

1.)   Besonders klein – wie ein Reiskorn – und daher auch als Implantat bei Menschen oder Tieren verwendbar

2.)   Unauffällige Auslesemöglichkeit

3.)   Geringer Preis

Diese Technik kann den heuzutage weit verbreiteten Barcode ersetzen.

Die Verbindung zwichen Transponder und Lesegerät erfolgt durch magentische Wechselfelder, die das Lesegerät erzeugt (geringere Reichweite) oder durch hochfrequente Radiowellen. Damit wird der Transponder einerseits mit Energie versorgt und andererseits die Daten übertragen. Es gibt allerdings auch größere (aber auch teurere) Transponder, mit einer eigenen Stromversorgung mit einer sehr großen Reichweite. Das Lesegerät erzeugt ein magnetisches bzw. ein elektromagnetisches Feld, das von der Antenne des Transponders empfangen und zum Mikrochip weiter geleitet wird. Der Transponder sendet seine Antwort, in dem er dieses Magnetfeld geringfügig verändert. Diese Änderungen empfängt das Lesegerät und wertet sie als Antwort auf die Abrage.

Das Lesegerät ist mit einer Software ausgestattet, die den Leseprozess steuert und einer RFID-Middleware mit Schnittstellen zu  verschiedenen EDV-Systemen und Datenbanken.

Die Vielzahl an unterschiedlichen Geräten ist im Rahmen der diversen Standards und Normen(ISO/IEX Standards,…) kompatibel.

RFID-Systeme benutzen folgende Frequenzen:

-          Langwellen-Frequenzen

-          Kurzwellen-Frequenzen

-          Dezimeterwellen

-          Mikrowellen

Transponder können die verschiedensten Bauarten aufweisen:

-          In Form von Nägel für Container

-          In Chip-Karten für z.B. Zugangskontrollen oder Zeitaufzeichnung

-          Etiketten für Pakete, Paletten,…

-          Chipcoins für Parkhäuser

um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Diese Technologie steht noch am Anfang ihrer Möglichkeiten und weder Befürworter noch Gegner der RFID-Systeme können abschätzen, wie sich die Technologien in den nächsten Jahren entwickeln werden. Fest steht aber, dass in Zukunft nicht nur große Warenhäuser, Transportunternehmen oder andere Großunternehmen diese Systeme einsetzen sondern dass auch Konsumenten immer mehr damit in Berührung kommen werden. Daher sollten sich auch Endkonsumenten mir dem Thema RFID ausernander setzen. Vorallem der Datenschutz spielt hier eine besonders große Rolle und im Moment gibt es noch keine einheitlichen Richtlinien, welche Daten mit solchen Systemen verarbeitet werden dürfen und welche nicht.

tagnology_rfid_gmbh